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BUMMELZUG

EU – WOHIN?

E

uropa ächzt aus allen Fugen. Belgiens Verfassung ist kompli-

ziert. Spaniens Katalanen wollen sich selbstständig machen,

Signore Berlusconi will wieder in die Politik zurück und England

weiß noch nicht genau, was der Brexit alles mit sich bringt. Und

über allem gibt es auch noch den US Präsidenten D. T. und die Flücht-

lingsfrage, von der keiner weiß, wie man sie lösen soll. Die Antwort

ist leicht gegeben: Sie kann nur im eigenen Land gelöst werden – in

Afghanistan, in Syrien und so weiter. Was auch nicht gerade tröstliche

Aussichten sind.

In dieser Situation kommt Österreichs

Kanzler mit einer Reihe von Vorschlä-

gen und Problemen, die zum Teil in der

Regierung fast schon ausdiskutiert sind

– bis hin zu einem neuenWahlrecht mit

Bonus für die stimmenstärkste Partei.

Dazu ein bezeichnendes Schlaglicht.

Die EU hat sich Sorgen um die Lebens-

räume in Europa gemacht, was natürlich

sehr löblich ist. 257 Gebiete werden

nicht nur am Festland erfasst, sondern

auch in Island und anderen Teilen unseres Kontinents. Dabei wurden

die Lebensräume erforscht, was selbst bei einem kleinen Kontinent

wie Europa fragwürdig ist. Europa durch 257 Gebiete zu dividieren,

macht fast zehn Gebiete in jedem Staat. Untersucht wurden die Küs-

ten und das Grundwasser, die Moore und Sümpfe, die Wiesen, die

Heiden und Gestrüppe, der Wald und auch die„spärlich bewachsenen

Gebiete“.

Diese Gebiete sind teilweise „stark gefährdet“, was die Unlust der

Briten mit dieser Europäischen Union wieder fast begreiflich macht.

Eigentlich schade um das Geld, das eine solche Untersuchung kos-

tet, doch viel gravierender ist die Frage, wie übermütig oder unterbe-

schäftigt eine Bürokratie ist, die solche Ideen hat. Europa muss sich

neu organisieren, wenn es als einheitliches Gebiet Bestand haben soll

und auch Österreich macht da keine Ausnahmen. Wir sind in Bewe-

gung gekommen und das ist gut so, meint

Ihr Franz Klar

Februar 2017 | besser WOHNEN | 3

EDITORIAL